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Affiliate-Marketing für Influencer.

Link in die Story, Rabattcode in die Caption, Provision aufs Konto. Affiliate klingt nach passivem Einkommen. Hier ist, wie es wirklich funktioniert, was Amazon und Netzwerke zahlen und warum wir es nie als Ersatz für ein Honorar sehen.

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So funktioniert Affiliate.

Du bekommst von einem Shop einen persönlichen Link oder Rabattcode. Kauft jemand darüber, erkennt der Shop, dass der Verkauf von dir kam, und zahlt dir eine Provision. Das Prinzip ist einfach. Die Details entscheiden, ob am Ende Geld ankommt:

Die gängigen Provisionsmodelle.

So wird gezahltGut für
Pay per SaleProzent vom Warenwert jedes bestätigten VerkaufsProdukte, die deine Community spontan kauft
Pay per LeadFester Betrag pro Anmeldung, Probeabo oder KontoeröffnungApps, Abos, Finanz- und Software-Angebote
RabattcodeProvision auf Bestellungen mit deinem CodeStories, Videos und Podcasts ohne klickbaren Link
HybridFixhonorar plus ProvisionKooperationen, in denen du auch Content lieferst

Amazon PartnerNet.

Das Partnerprogramm von Amazon ist für viele der Einstieg, weil fast jedes Produkt dabei ist. Amazon nennt die Provision Werbekostenerstattung. Die Sätze hängen von der Kategorie ab. Laut der aktuellen Vergütungstabelle für amazon.de:

Ein Rechenbeispiel: Du empfiehlst ein Beauty-Produkt mit 40 Euro Nettowert und 100 Leute kaufen es über deinen Link. Bei 4 % sind das 160 Euro. Amazon schreibt außerdem einen festen Hinweis vor, den du klar und deutlich anbringen musst: „Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.“

Netzwerke wie AWIN.

Affiliate-Netzwerke bündeln die Partnerprogramme vieler Shops an einem Ort. AWIN gibt an, mit über 30.000 Marken zu arbeiten. Du bewirbst dich dort einmal und dann bei den einzelnen Programmen, die dich freischalten müssen. Den Provisionssatz legt jeder Shop selbst fest. Das Netzwerk kümmert sich um Tracking, Bestätigung und Auszahlung. Vorteil gegenüber Amazon: Bei Marken mit eigenem Shop lässt sich über die Sätze reden, gerade wenn du nachweislich verkaufst.

Rabattcodes.

Codes sind das Werkzeug für Stories und Videos. Ein Code wie DEINNAME15 merkt sich deine Community, er funktioniert auch ohne Klick und über Geräte hinweg. Zwei Dinge solltest du vorher klären:

  1. Wer bekommt die Provision, wenn der Code auf Gutscheinportalen landet? Das passiert schnell. Lass dir zusichern, dass jede Bestellung mit deinem Code zählt, oder dass der Code personalisiert bleibt.
  2. Wie bekommst du Zahlen? Ohne Zugang zu einem Dashboard oder einem monatlichen Report musst du der Brand blind vertrauen. Vereinbare das schriftlich.

Drei typische Fehler.

Kennzeichnung ist Pflicht.

Sobald du an einem Link oder Code verdienst, ist der Beitrag Werbung. Das gilt auch für eine Story mit nur einem Amazon-Link. Kennzeichne mit „Werbung“ oder „Anzeige“, gut sichtbar am Anfang. Alle Regeln und Sonderfälle findest du unter Werbung richtig kennzeichnen. Bei Finanzprodukten, Supplements oder Glücksspiel gelten zusätzliche Regeln, etwa unter Regeln für Finfluencer.

Steuern auf Provisionen.

Provisionen sind Einnahmen. Wer regelmäßig Affiliate-Einnahmen erzielt, ist in der Regel gewerblich tätig und braucht ein Gewerbe. Als Kleinunternehmer stellst du keine Umsatzsteuer in Rechnung. Bist du regelbesteuert, hängt die Umsatzsteuer davon ab, wo dein Vertragspartner sitzt: Bei Programmbetreibern im EU-Ausland gilt in der Regel das Reverse-Charge-Verfahren. Prüfe deshalb, mit welcher Gesellschaft du den Vertrag hast. Mehr unter Umsatzsteuer für Influencer und Gewerbe anmelden als Influencer.

Unsere Haltung: Ergänzung, kein Ersatz.

Wir bei Mediafive sehen das so: Affiliate ist ein guter Zusatz, wenn du Produkte ohnehin empfiehlst. Problematisch wird es, wenn Brands eine Kooperation nur noch auf Provision anbieten. Dann lieferst du Konzept, Dreh, Schnitt und Reichweite und das komplette Risiko liegt bei dir. Ob verkauft wird, hängt auch an Dingen, die du nicht steuerst: Preis, Lieferbarkeit, Shop und Timing der Brand.

Zum Vergleich: Eine Story-Sequenz bringt Talents mit 100.000 bis 250.000 Instagram-Followern bei unseren Deals in der mittleren Hälfte 2.000 bis 3.300 Euro Budget der Brand, fest vereinbart. Wie viele Verkäufe du für denselben Betrag über Provision bräuchtest, kannst du mit dem Rechenbeispiel oben selbst ausrechnen. Mehr Zahlen unter Was verdienen Influencer?.

Unser Rat: Wenn eine Brand Performance will, verhandle ein Hybridmodell. Ein festes Honorar deckt deinen Content ab, die Provision belohnt zusätzliche Verkäufe. Reine Provisions-Deals lohnen sich nur, wenn du die Zahlen deiner Community genau kennst.

Bei Mediafive verhandeln wir das Fixhonorar zuerst.

Für unsere Talents verhandeln wir Honorar, Nutzungsrechte und, wenn es passt, eine Provision obendrauf. Verträge, Rechnungen und das Nachhaken bei offenen Zahlungen übernehmen wir. Jeden Stand siehst du live in der Mediafive App.

Stand: Oktober 2026. Dieser Artikel gibt eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine Steuerberatung. Regeln ändern sich und jeder Fall ist anders. Kläre deine konkrete Situation bitte mit einer Fachperson.

Du bist Journalist:in und suchst eine Expertenstimme zu diesem Thema? Interviews mit Mediafive CEO Andreas Ongemach

Häufige Fragen.

Wie viel verdient man mit Amazon-Affiliate-Links?

Amazon zahlt in Deutschland je nach Kategorie zwischen 0 und 6 % auf qualifizierte Verkäufe, zum Beispiel 4 % bei Beauty und 1 % bei Lebensmitteln. Bei 100 Verkäufen à 40 Euro Nettowert in Beauty wären das 160 Euro. Die aktuellen Sätze stehen in der Vergütungstabelle von Amazon PartnerNet.

Muss ich Affiliate-Links als Werbung kennzeichnen?

Ja. Sobald du an einem Link oder Rabattcode verdienst, ist der Beitrag Werbung. Kennzeichne ihn gut sichtbar mit „Werbung“ oder „Anzeige“. Amazon verlangt zusätzlich den Hinweis „Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen“.

Muss ich Affiliate-Einnahmen versteuern?

Ja. Provisionen sind Einnahmen, die in deine Steuererklärung gehören. Wer regelmäßig Provisionen verdient, ist in der Regel gewerblich tätig. Ob Umsatzsteuer anfällt, hängt davon ab, ob du Kleinunternehmer bist und wo der Programmbetreiber sitzt.

Was ist besser, Rabattcode oder Affiliate-Link?

Ein Link wird automatisch zugeordnet, verliert aber Käufer, die später auf einem anderen Gerät bestellen. Ein Rabattcode funktioniert auch in Stories, Videos und Podcasts und gibt deiner Community einen Grund zu kaufen. Viele Brands kombinieren beides.

Ersetzt Affiliate-Marketing Honorare von Brands?

Aus unserer Sicht nein. Provisionen sind ein guter Bonus, aber das Risiko liegt komplett bei dir: Preis, Lieferbarkeit und Shop kontrolliert die Brand. Für vereinbarten Content sollte immer ein festes Honorar fließen.

Wir holen die Deals zu dir.

Erzähl uns kurz von dir. Einer von uns meldet sich persönlich bei dir.

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