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Instagram-Account gehackt?
Für Creator ist der Account das Geschäft. Wenn jemand anderes ihn übernimmt, zählt jede Stunde. Dieser Notfallplan zeigt dir, was du sofort tun kannst, und zwar Schritt für Schritt.
Schritt 1: Ruhe bewahren und Mails prüfen.
Schau zuerst in das Postfach, das mit deinem Instagram-Konto verknüpft ist. Ändert jemand deine E-Mail-Adresse, schickt Instagram eine Nachricht von security@mail.instagram.com. Laut Instagram-Hilfe kannst du die Änderung dort möglicherweise über die Option „Mein Konto sichern“ rückgängig machen. Je schneller, desto besser.
Wichtig: Klick nur auf Links in Mails, die du vorher geprüft hast. Echte Mails von Instagram findest du in der Kontenübersicht unter „Passwort und Sicherheit“ und dann „Aktuelle E-Mails“. Dort stehen alle offiziellen Mails der letzten 14 Tage.
Schritt 2: Die offizielle Wiederherstellung starten.
Kannst du dich nicht mehr anmelden, öffne instagram.com/hacked am Computer oder im mobilen Browser. Das ist die offizielle Seite, auf die die Instagram-Hilfe verweist. Alternativ tippst du auf dem Anmeldebildschirm auf „Passwort vergessen?“ und forderst einen Anmeldelink per E-Mail oder SMS an.
Klappt das nicht, kannst du über ein Mobilgerät eine Support-Anfrage senden. Gib dabei eine sichere E-Mail-Adresse an, auf die nur du Zugriff hast. Für Konten mit Fotos von dir fordert Instagram ein Video-Selfie an, bei dem du den Kopf in verschiedene Richtungen drehst. Laut Instagram ist dieses Video nie öffentlich sichtbar und wird innerhalb von 30 Tagen gelöscht. Klappt die Prüfung nicht, kannst du ein neues Video einreichen. Bei Konten ohne Fotos von dir fragt der Support stattdessen nach der E-Mail-Adresse oder Telefonnummer der Registrierung und dem Gerätetyp, mit dem du dich damals registriert hast.
Schritt 3: Konto absichern, wenn du noch drin bist.
Kannst du dich noch anmelden, empfiehlt Instagram:
- Passwort sofort ändern.
- Zweistufige Authentifizierung aktivieren.
- Telefonnummer und E-Mail-Adresse in den Einstellungen prüfen.
- In der Kontenübersicht alle verknüpften Konten entfernen, die du nicht kennst.
- Verdächtigen Apps von Drittanbietern den Zugriff entziehen.
Prüfe außerdem die Login-Aktivität und melde unbekannte Geräte ab. Führt ein Hacker bei einem professionellen Konto trotzdem weiter Aktionen aus, verweist Instagram auf die Meta Business Suite. Dort siehst du, welche Personen Zugriff auf das Business-Portfolio haben. Unbekannte Nutzer entfernst du laut Instagram, indem du das Konto vorübergehend in ein persönliches Konto umwandelst. Deine Insights bleiben dabei 90 Tage gespeichert und sind wieder da, wenn du zurückwechselst.
Schritt 4: Beweise sichern.
Mach Screenshots von allem: verdächtige Mails mit Absender, DMs, Erpressernachrichten, geänderte Profildaten und Posts, die nicht von dir stammen. Notiere Datum und Uhrzeit. Das hilft beim Support, bei der Polizei und gegenüber Brands.
Schritt 5: Brands und Community informieren.
Warne deine Follower über andere Kanäle, etwa TikTok, YouTube, deinen Newsletter oder einen Zweitaccount. So verhinderst du, dass die Täter dein Konto für weitere Betrügereien nutzen, zum Beispiel für Fake-Gewinnspiele oder Krypto-Angebote in deinem Namen.
Informiere außerdem alle Brands, mit denen du gerade arbeitest. Laufende Kampagnen, Freigaben und Posting-Termine müssen eventuell verschoben werden. Und: Mails mit angeblich neuen Bankdaten von dir sollten Brands in dieser Phase ignorieren.
Wenn du bei Mediafive bist.
Schritt 6: Nicht zahlen, Anzeige erstatten.
Melden sich die Täter und verlangen Geld für die Rückgabe, geh nicht darauf ein. Das empfiehlt auch die österreichische Verbraucherplattform Watchlist Internet. Sichere die Nachrichten und erstatte Anzeige bei der Polizei. In einigen Fällen ist das auch online über die Onlinewachen der Polizei möglich.
Typische Maschen, über die Accounts verloren gehen.
Falscher Meta-Support.
Die Instagram-Hilfe warnt vor Personen, die angeblich zum Sicherheitsteam von Instagram gehören und nach Benutzernamen oder Passwort fragen. Instagram meldet sich zur Sicherheit deines Kontos niemals per Direktnachricht.
Angebliche Urheberrechtsverstöße.
Eine seit Jahren bekannte Masche: Eine DM im Meta-Look behauptet, du habest Urheberrechte verletzt. Über einen Link sollst du innerhalb kurzer Frist widersprechen. Der Link führt auf eine gefälschte Seite, die deine Zugangsdaten abgreift.
Fake-Verifizierung.
Angebliche Instagram-Mitarbeiter, die dir Dienste zur Kontoverifizierung anbieten, nennt die Instagram-Hilfe ausdrücklich als Warnzeichen. Den blauen Haken bekommst du nicht über eine DM oder einen Link von Fremden.
Eng verwandt sind gefälschte Brand-Anfragen mit Schadsoftware im Anhang. Die häufigsten Varianten erklären wir unter Fake-Kooperationsanfragen erkennen. Laut Verbraucherzentrale tauchte Anfang 2026 außerdem ein Datensatz mit Informationen zu mehreren Millionen Instagram-Profilen in einem Hackerforum auf. Passwörter waren nach bisherigen Erkenntnissen nicht enthalten, die Daten können aber für sehr persönliche Phishing-Mails genutzt werden.
Prävention: So machst du es Hackern schwer.
- Ein einzigartiges, starkes Passwort, das du nirgendwo sonst nutzt. Ein Passwort-Manager hilft.
- Zweistufige Authentifizierung, möglichst per Authentifizierungs-App statt SMS.
- Das E-Mail-Postfach deines Accounts genauso gut absichern wie Instagram selbst.
- Verdächtige Mails immer über „Aktuelle E-Mails“ in der App gegenprüfen.
- Keine Logins auf Seiten eingeben, die du über Links aus Mails oder DMs erreicht hast.
- Regelmäßig prüfen, welche Geräte, verknüpften Konten und Drittanbieter-Apps Zugriff haben.
Stand: Oktober 2026. Dieser Artikel gibt eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine individuelle Beratung. Regeln ändern sich und jeder Fall ist anders. Kläre deine konkrete Situation bitte mit einer Fachperson.
Häufige Fragen.
Wie erkenne ich, ob eine Mail wirklich von Instagram ist?
In der Kontenübersicht unter „Passwort und Sicherheit“ findest du „Aktuelle E-Mails“. Dort stehen alle offiziellen Mails der letzten 14 Tage. Taucht eine Mail dort nicht auf, klick keine Links darin an.
Schreibt mir Instagram per DM, wenn mit meinem Konto etwas nicht stimmt?
Nein. Laut Instagram-Hilfe meldet sich Instagram zur Sicherheit deines Kontos niemals per Direktnachricht. Wer dir so etwas per DM schickt, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Betrüger.
Was passiert mit meinem Video-Selfie?
Instagram nutzt es nur, um zu prüfen, dass du eine echte Person bist und das Konto dir gehört. Laut Instagram ist das Video nie öffentlich sichtbar und wird innerhalb von 30 Tagen gelöscht.
Der Hacker will Geld für die Rückgabe. Soll ich zahlen?
Nein. Geh nicht auf die Forderung ein, sichere die Nachrichten als Beweis und erstatte Anzeige bei der Polizei. Eine Zahlung ist keine Garantie, dass du dein Konto zurückbekommst.
Wie schütze ich mich am besten vor einem Hack?
Mit einem einzigartigen, starken Passwort und der zweistufigen Authentifizierung, am besten per Authentifizierungs-App statt SMS. Schütze auch das E-Mail-Postfach deines Accounts mit einem eigenen Passwort und zweitem Faktor.
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