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Rate Card erstellen und Preise verhandeln.
Wir verhandeln jeden Tag Honorare für Creator. Das meiste Geld geht nicht beim Preis für das Reel verloren, sondern bei allem, was nebenbei mitverkauft wird. So baust du eine Rate Card, die das verhindert, und so verhandelst du damit.
Du willst mehr Brand-Deals? Bewirb dich bei MediafiveEine Rate Card ist deine Preisgrundlage, kein Werbeflyer.
Eine Rate Card ist eine Übersicht deiner Leistungen mit Preisen. Viele Creator verstehen sie als PDF, das man jeder Anfrage anhängt. Wir bei Mediafive sehen das anders: Die Rate Card ist zuerst ein Werkzeug für dich. Sie sorgt dafür, dass du bei jeder Anfrage dieselbe Logik anwendest und nicht im Gespräch spontan einen Preis erfindest.
Ins Mediakit gehören deshalb keine festen Preise. Das Mediakit zeigt, wer du bist und wen du erreichst. Die Rate Card ist die Grundlage für das Angebot, das du danach individuell schickst.
Das gehört auf eine Rate Card.
1. Formate mit genauer Leistung.
„Story“ ist kein Produkt. Schreib dazu, was genau drin ist: Anzahl der Story-Slides, Link-Sticker ja oder nein, Länge des Reels, eine Korrekturschleife inklusive, Veröffentlichung auf welchem Kanal. Je genauer die Leistung beschrieben ist, desto weniger Diskussion gibt es später.
2. Zwei oder drei Pakete.
Ein typisches Paket ist ein Reel mit Stories. Pakete machen der Brand die Entscheidung leicht und heben den Wert pro Kooperation. In unseren Daten zeigt sich das deutlich: Bei 100.000 bis 250.000 Instagram-Followern lag ein einzelnes Reel meist bei 4.700 bis 6.500 €, ein Paket aus Reel und Stories bei 6.400 bis 9.300 € Budget der Brand. Das Paket liegt also etwa auf Höhe der Summe der Einzelformate und deutlich über jedem einzelnen.
3. Nutzungsrechte als eigene Zeile.
Organische Nutzung auf den Kanälen der Brand, Paid Usage als Anzeige und Whitelisting über deinen Account sind drei verschiedene Leistungen. Jede bekommt einen eigenen Preis, der mit der Laufzeit steigt. Was die Begriffe genau bedeuten, steht unter Nutzungsrechte & Ads.
4. Exklusivität als eigene Zeile.
Wenn du für drei Monate keine andere Kaffeemarke bewerben darfst, verzichtest du auf Einnahmen. Das ist eine Leistung, die bezahlt wird. Bepreise sie nach Dauer und nach Breite: Ein einzelner Wettbewerber ist etwas anderes als eine ganze Produktkategorie.
5. Zusatzleistungen.
- Rohmaterial und unbearbeitete Clips
- Zusätzliche Korrekturschleifen
- Link in Bio oder angepinnter Beitrag für einen bestimmten Zeitraum
- Aufschlag für sehr kurzfristige Produktion
6. Rahmenbedingungen.
Hinweis, dass Preise netto gelten (zuzüglich Umsatzsteuer, falls du sie ausweist), Gültigkeit der Preise, Zahlungsziel und was als Freigabe gilt. Wie die Rechnung danach aussieht, steht unter Rechnung schreiben als Influencer.
| Alles inklusive | Modular bepreist | |
|---|---|---|
| Angebot | „Reel für X €, alles drin“ | Reel, Stories, Rechte und Exklusivität einzeln ausgewiesen |
| Nutzungsrechte | Stillschweigend mitverkauft | Nach Art, Laufzeit und Kanälen bepreist |
| Exklusivität | Im Vertrag versteckt, oft unbefristet | Klar begrenzt und vergütet |
| Wenn das Budget nicht reicht | Preis runter | Leistung runter, Preis pro Leistung bleibt |
| Nächste Anfrage | Neuer Preis aus dem Bauch | Gleiche Logik, nachvollziehbares Angebot |
Sieben Regeln für die Verhandlung.
Das sind die Regeln, nach denen wir für unsere Talents verhandeln. Unsere Erfahrung aus über 2.500 Kooperationen steckt in jeder davon.
- Erst das Briefing, dann der Preis. Welche Formate, wie viele, wann, welche Nutzungsrechte, welche Exklusivität? Ohne diese Antworten kannst du keinen seriösen Preis nennen.
- Nach dem Budget fragen. Die Frage „Mit welchem Budget plant ihr?“ ist normal und wird oft beantwortet. Wenn nicht, hast du nichts verloren.
- Mit Begründung anbieten. Ein Preis mit Aufschlüsselung wirkt professionell. Ein nackter Betrag lädt zum Feilschen ein.
- Leistung anpassen statt Preis senken. Weniger Stories, kürzere Rechte, engere Exklusivität. So bleibt deine Preislogik intakt.
- Kein Rabatt ohne Gegenleistung. Wenn du entgegenkommst, dann für etwas: eine Langzeitpartnerschaft über mehrere Monate, mehr Freiheit beim Timing oder weniger Nutzungsrechte.
- Alles schriftlich zusammenfassen. Nach jedem Telefonat eine kurze Mail mit dem Stand. Was nicht im Vertrag steht, ist nicht vereinbart. Worauf du vor der Unterschrift achten musst, steht in der Vertrags-Checkliste.
- Nein sagen können. Wer jede Anfrage annimmt, signalisiert, dass jeder Preis geht. Eine höfliche Absage mit dem Hinweis, dass du gern bei einer passenden Kampagne dabei bist, schadet der Beziehung nicht.
Die typischen Fehler.
Zu früh einen Preis nennen.
Die Brand fragt „Was kostet ein Reel bei dir?“ und du antwortest mit einer Zahl. Ab jetzt ist diese Zahl der Anker, und zwar für ein Reel ohne Rechte, ohne Exklusivität, ohne Stories. Wenn später herauskommt, dass die Brand drei Monate Paid Usage will, verhandelst du von einem zu niedrigen Startpunkt nach oben. Unser Rat: Erst Fragen stellen, dann ein vollständiges Angebot schicken.
Rabatt ohne Gegenleistung.
„Geht da noch was?“ ist keine Begründung für einen Nachlass. Wer beim ersten Nachfragen ohne Grund nachgibt, lernt der Brand, dass der erste Preis nicht ernst gemeint war. Das merkt sie sich auch für die nächste Kampagne.
Nutzungsrechte verschenken.
Im Briefing steht „inkl. Nutzungsrechte“ und niemand fragt nach. Dabei ist eine zeitlich unbegrenzte Nutzung als Anzeige eine eigene, wertvolle Leistung. In unseren Daten heben Nutzungsrechte den Preis spürbar.
Unbegrenzte Exklusivität.
„Keine Wettbewerber“ ohne Enddatum und ohne Definition, wer Wettbewerber ist, kann dich monatelang blockieren. Immer Dauer und Kategorie festlegen.
Preise nach Followern statt nach Views.
Eine Rate Card, die nur an der Followerzahl hängt, ist angreifbar. Brands schauen auf deine Views. Wenn deine Preise zu deinen echten Zahlen passen, kannst du sie auch begründen. Woran du dich orientieren kannst, zeigen unsere Honorardaten unter Was verdienen Influencer?
Warum Creator selbst oft schlechter verhandeln.
Das hat nichts mit Talent zu tun. Auf der anderen Seite sitzt häufig eine Agentur, die jeden Tag Honorare verhandelt und ein festes Budget für viele Creator verteilt. Du verhandelst ein paar Mal im Jahr, über dich selbst, und willst die Beziehung nicht gefährden. Diese Asymmetrie ist der Grund, warum es Managements gibt. Den Unterschied erklären wir unter Management oder Agentur?
So arbeiten wir bei Mediafive.
Häufige Fragen.
Was gehört auf eine Rate Card als Influencer?
Deine Formate mit klarer Leistungsbeschreibung und Basispreis, zwei oder drei Pakete, separate Preise für Nutzungsrechte und Exklusivität, Zusatzleistungen wie Rohmaterial oder zusätzliche Korrekturschleifen sowie Rahmenbedingungen wie Netto-Hinweis, Gültigkeit und Zahlungsziel.
Sollte ich meine Preise öffentlich machen?
Wir raten davon ab. Eine öffentliche Preisliste nimmt dir Spielraum, weil jede Anfrage andere Formate, Rechte und Laufzeiten hat. Nutze die Rate Card als feste Grundlage für dich und schick daraus ein individuelles Angebot.
Wie viel sollte ich für Nutzungsrechte verlangen?
Einen Pauschalwert gibt es nicht. Der Aufschlag hängt davon ab, ob die Brand organisch teilt oder als Anzeige schaltet, wie lange, auf welchen Kanälen und in welchen Ländern. Wichtig ist, dass er mit der Laufzeit steigt und separat ausgewiesen wird.
Was mache ich, wenn das Budget der Brand zu klein ist?
Senk nicht einfach den Preis, sondern pass die Leistung an: weniger Formate, kürzere Nutzungsrechte, keine oder eine engere Exklusivität. So bleibt dein Preis pro Leistung stabil und die Brand bekommt trotzdem ein Angebot in ihrem Rahmen.
Wie oft sollte ich meine Rate Card anpassen?
Schau dir deine Preise mindestens zweimal im Jahr an und zusätzlich immer dann, wenn sich deine Views deutlich verändern. Als Maßstab taugen deine durchschnittlichen Views besser als die Followerzahl.
Lass uns für dich verhandeln.
Erzähl uns kurz von dir. Einer von uns meldet sich persönlich bei dir.
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