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UGC Creator: Was du verlangen kannst.

UGC ist für viele der Einstieg ins Geldverdienen mit Content. Follower brauchst du dafür kaum. Was du aber brauchst: ein klares Verständnis davon, was du eigentlich verkaufst. Denn der Preis entsteht nicht beim Dreh, sondern bei den Rechten.

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Was ein UGC Creator macht.

UGC steht für User Generated Content. Gemeint sind Videos und Fotos, die aussehen wie von echten Kunden: ein Unboxing, ein ehrlicher Erfahrungsbericht, ein Produkt im Alltag. Der Unterschied zum klassischen Influencer Marketing: Die Brand veröffentlicht den Content selbst, auf ihrem Instagram oder TikTok, im Onlineshop oder vor allem als bezahlte Anzeige. Dein eigener Account spielt meist keine Rolle.

Für Brands ist das attraktiv, weil sie viele Varianten testen können. Für dich heißt das: Du lieferst Werbemittel, keine Reichweite.

InfluencerUGC Creator
Wo läuft der Content?Auf deinem eigenen AccountAuf den Kanälen der Brand oder als Anzeige
Was zählt für die Brand?Reichweite, Community, VertrauenHook, Bildsprache, Wirkung als Ad
Wofür zahlt die Brand?Content plus Veröffentlichung bei deiner ZielgruppeContent plus Rechte zur Nutzung
Kennzeichnung durch dichJa, auf deinem AccountIn der Regel nein, die Brand ist Absender
Größter PreistreiberReichweite und FormatUmfang der Nutzungsrechte

Was der Markt zahlt.

Offizielle Tarife gibt es nicht und belastbare Daten für Deutschland sind rar. Zwei Anhaltspunkte, beide von Plattformen, die UGC vermitteln:

Wir bei Mediafive sehen das so: Diese Durchschnittswerte beschreiben vor allem einfache Einzelvideos auf Marktplätzen, oft mit wenig klar geregelten Rechten. Sie taugen als Untergrenze, nicht als Preisliste. Wer sich daran festhält, verkauft Werbemittel für Anzeigen zum Preis eines organischen Posts.

Nutzungsrechte treiben den Preis.

Dein Video ist urheberrechtlich geschützt. Die Brand darf es nur so nutzen, wie du es ihr erlaubst. Das Urheberrechtsgesetz unterscheidet dabei nach Art, Dauer, Gebiet und Exklusivität der Nutzung (§ 31 UrhG). Und es gilt eine für dich wichtige Regel: Ist im Vertrag nicht ausdrücklich geregelt, welche Nutzungen erlaubt sind, bekommt die Brand im Zweifel nur die Rechte, die für den vereinbarten Zweck nötig sind. Weil in UGC-Ads meist dein Gesicht zu sehen ist, geht es außerdem um dein Recht am eigenen Bild.

Diese Punkte gehören in jedes Angebot:

  1. Kanäle: Nur organisch auf dem Account der Brand oder auch als bezahlte Anzeige? Paid ist der größte Unterschied.
  2. Dauer: Drei, sechs oder zwölf Monate. „Unbegrenzt“ ist ein eigener, deutlich höherer Preis.
  3. Gebiet: Deutschland, DACH, EU oder weltweit.
  4. Bearbeitung: Darf die Brand schneiden, Texte einblenden, neue Hooks davorsetzen?
  5. Rohmaterial: Willst du alle Takes abgeben, entsteht daraus beliebig neuer Content. Das kostet extra.
  6. Exklusivität: Darfst du in der Zeit für Konkurrenzmarken drehen? Wenn nein, verlierst du Aufträge, und das gehört bezahlt.

Unsere Erfahrung aus über 2.500 Kooperationen: Nutzungsrechte heben den Preis spürbar, bei Influencern genauso wie bei UGC. Die Brand rechnet bei Ads mit dem Werbeergebnis deines Videos. Dann ist es nur fair, dass du daran teilhast. Wie wir Rechte für Influencer verhandeln, steht unter Nutzungsrechte & Ads.

So baust du deinen Preis auf.

Statt eines Stückpreises rechnest du in Bausteinen. Eine Beispielrechnung, ausdrücklich keine Marktwerte, nur die Logik:

Der Vorteil: Will die Brand sparen, streicht sie Rechte oder Varianten, nicht deinen Grundpreis. Und bei einer Verlängerung musst du nicht neu verhandeln.

Die häufigsten Fehler.

Gewerbe und Steuern in Kürze.

Wer regelmäßig UGC verkauft, ist in der Regel gewerblich tätig und meldet ein Gewerbe an. Liegt dein Umsatz im Vorjahr bei höchstens 25.000 Euro und im laufenden Jahr bei höchstens 100.000 Euro, kannst du die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG nutzen und stellst Rechnungen ohne Umsatzsteuer. Gewerbesteuer fällt für Einzelunternehmer erst an, wenn der Gewerbeertrag (vereinfacht: der Gewinn) über dem Freibetrag von 24.500 Euro liegt. Bekommst du Produkte statt Geld, ist auch das eine Einnahme. Alles Weitere:

Unser Rat: Wenn du neben UGC auch eine eigene Community aufbaust, trenne beides im Angebot sauber. Postest du das Video zusätzlich auf deinem Account, ist das eine Influencer-Leistung mit eigenem Preis und eigener Kennzeichnungspflicht.

Rechte verhandeln ist unser Alltag.

Bei Mediafive verhandeln wir für unsere Talents Honorar und Nutzungsrechte, halten Laufzeiten und Exklusivität im Vertrag fest und kümmern uns um Rechnungen und offene Zahlungen. Jeden Stand siehst du live in der Mediafive App.

Stand: Oktober 2026. Dieser Artikel gibt eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung. Regeln ändern sich und jeder Fall ist anders. Kläre deine konkrete Situation bitte mit einer Fachperson.

Du bist Journalist:in und suchst eine Expertenstimme zu diesem Thema? Interviews mit Mediafive CEO Andreas Ongemach

Häufige Fragen.

Was ist ein UGC Creator?

Ein UGC Creator produziert Videos und Fotos im Stil echter Nutzer, die eine Brand auf ihren eigenen Kanälen oder als Werbeanzeige ausspielt. Anders als beim Influencer Marketing wird der Content in der Regel nicht auf dem Account des Creators veröffentlicht.

Wie viel verdient ein UGC Creator pro Video?

Es gibt keine offiziellen Tarife. Der Marktplatz Collabstr nennt in seinem Report 2025 einen durchschnittlich gezahlten Preis von rund 178 US-Dollar pro UGC-Auftrag, ermittelt aus internationalen Transaktionen auf der eigenen Plattform. Professionelle Creator liegen mit Nutzungsrechten für Ads oft deutlich darüber. Entscheidend sind Aufwand, Anzahl der Varianten und der Umfang der Rechte.

Brauche ich als UGC Creator viele Follower?

Nein. Weil die Brand den Content selbst ausspielt, zählt deine Reichweite kaum. Wichtig sind ein starkes Portfolio, gute Hooks und Videos, die als Anzeige funktionieren.

Muss ich als UGC Creator ein Gewerbe anmelden?

Wer regelmäßig und mit Gewinnabsicht UGC produziert, ist in der Regel gewerblich tätig und meldet ein Gewerbe an. Bis 25.000 Euro Umsatz im Vorjahr kannst du die Kleinunternehmerregelung nutzen und stellst Rechnungen ohne Umsatzsteuer.

Was sind Nutzungsrechte bei UGC?

Nutzungsrechte legen fest, wo, wie lange, in welchem Gebiet und in welcher Form die Brand deinen Content verwenden darf, zum Beispiel organisch auf ihrem Account oder als bezahlte Anzeige. Je mehr Rechte, desto höher sollte dein Preis sein.

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