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Kooperationen mit Brands bekommen.
Die meisten Creator warten auf Anfragen. Die, die regelmäßig gebucht werden, warten nicht. Hier ist, wie du dein Profil buchbar machst, Marken richtig anschreibst und welche Wege es neben dem eigenen Pitch gibt.
Du willst mehr Brand-Deals? Bewirb dich bei MediafiveWarten ist keine Strategie.
Wir bei Mediafive sehen das jeden Tag: Anfragen kommen nach dem Zeitplan und Budget der Brands, nicht nach deinem. Wer nur reagiert, arbeitet mit den Marken, die zufällig schreiben. Wer selbst anfragt, kann sich aussuchen, mit wem er arbeiten will. Genau deshalb pitchen wir unsere Talents jeden Tag aktiv bei Brands, auch bei solchen, die von selbst nie angefragt hätten.
Das kannst du in kleinerem Maßstab auch selbst. Es braucht vier Dinge: ein buchbares Profil, eine Liste passender Marken, einen guten Pitch und Geduld.
Schritt 1: Dein Profil muss in 10 Sekunden überzeugen.
Bevor eine Marke deine Mail zu Ende liest, schaut sie auf dein Profil. Das muss sie dort finden:
- Ein klares Thema. Food, Family, Fitness, Reisen. Wer alles ein bisschen macht, ist für keine Marke die erste Wahl.
- Eine Kontakt-Mail in der Bio. Klingt banal, fehlt aber erstaunlich oft.
- Beiträge, in denen Produkte natürlich vorkommen. Eine Brand will sehen, dass du Produkte zeigen kannst, ohne dass es nach Teleshopping aussieht.
- Saubere Kennzeichnung. Wer bisherige Kooperationen ordentlich gekennzeichnet hat, wirkt professionell. Die Regeln stehen unter Werbung richtig kennzeichnen.
Dazu kommt ein aktuelles Mediakit mit Views, Zielgruppe und bisherigen Partnern. Was rein muss, steht unter Mediakit erstellen.
Schritt 2: Die richtigen Marken auswählen.
Schreib eine Liste mit 20 bis 30 Marken. Fang mit denen an, die du ohnehin nutzt und schon in deinem Content zeigst. Dann ergänze Marken, die bereits mit Creatorn arbeiten: Wenn du in deiner Nische gekennzeichnete Werbung für eine Marke siehst, arbeitet sie schon mit Creatorn zusammen.
Unser Rat: Unterschätze kleinere und mittlere Marken nicht. Konzerne buchen oft über Agenturen und feste Prozesse. Bei einer jungen Marke landet deine Mail eher direkt bei der Person, die entscheidet.
Die richtige Ansprechperson findest du über die Website (Presse, Kooperationen, Kontakt), über berufliche Netzwerke unter Titeln wie Influencer Marketing oder Social Media, oder du fragst über den offiziellen Account der Marke nach, wer zuständig ist.
Schritt 3: Der Pitch.
Eine gute Pitch-Mail ist kurz. Sie beantwortet die Fragen der Brand, bevor sie gestellt werden. So ist sie aufgebaut:
- Betreff mit Inhalt. Zum Beispiel: „Content-Idee für eure Herbstkollektion | Name, Family-Creatorin“. Nicht: „Kooperation?“
- Ein Satz, wer du bist. Thema, Plattform, Community.
- Warum genau diese Marke. Konkret. Seit wann du das Produkt nutzt, was deiner Community daran gefällt, welche Frage du dazu immer wieder bekommst.
- Eine Idee. Ein oder zwei Sätze zum Content, zum Beispiel ein Reel mit einem echten Alltagsmoment und Stories mit einer Frage-Runde.
- Zwei oder drei Zahlen. Durchschnittliche Reel-Views, Story-Views und die wichtigste Zielgruppe. Keine Romane.
- Mediakit und klare Frage. Link zum Mediakit und zum Schluss etwas Beantwortbares: „Habt ihr für Q1 Kampagnen mit Creatorn geplant?“
Nach etwa einer Woche fasst du einmal kurz nach. Danach ist Schluss, bis es einen neuen Anlass gibt. Und wenn die Marke antwortet und nach deinem Preis fragt: Erst das Briefing klären, dann ein vollständiges Angebot schicken. Wie das geht, steht unter Rate Card erstellen und Preise verhandeln.
| Pitch, der untergeht | Pitch, der beantwortet wird | |
|---|---|---|
| Betreff | „Kooperation?“ | Konkrete Idee plus wer du bist |
| Ansprache | „Liebes Team“ an info@ | Name der zuständigen Person |
| Inhalt | Lange Selbstbeschreibung | Warum genau diese Marke, plus eine Idee |
| Zahlen | Nur Follower | Views und Zielgruppe |
| Schluss | „Meldet euch gern“ | Eine klare, beantwortbare Frage |
Schritt 4: Plattformen nutzen, aber nicht nur.
Instagram Creator Marketplace.
Meta hat den Creator Marketplace im Mai 2024 unter anderem auf Deutschland ausgeweitet. Creator melden sich über das professionelle Dashboard in der App an, legen ein Portfolio an und geben an, mit welchen Marken sie gern arbeiten würden. Anfragen von Brands landen dann in einem eigenen Ordner für Partner-Nachrichten. Ob dein Account Zugang hat, siehst du in der App, denn nicht jedes Konto ist automatisch freigeschaltet.
TikTok One.
Bei TikTok läuft die Vermittlung über TikTok One mit dem Creator Marketplace. Voraussetzungen laut TikTok: Du bist mindestens 18 Jahre alt, TikTok One ist in deinem Land verfügbar und du hältst dich an die Community-Richtlinien und die Regeln für Markeninhalte. Für die Teilnahme an Projekten nennt TikTok zusätzlich mindestens 1.000 Follower und weitere Anforderungen, die je nach Projekt unterschiedlich sind und sich ändern können.
Unabhängige Plattformen.
Daneben gibt es Plattformen, auf denen Brands Kampagnen ausschreiben und Creator sich bewerben. Für den Einstieg kann das sinnvoll sein. Unser ehrlicher Blick darauf: Auf Ausschreibungen bewerben sich viele Creator gleichzeitig, der Preis steht oft vorher fest und verhandelt wird wenig. Plattformen sind eine Ergänzung, kein Ersatz für eigene Akquise.
Schritt 5: Agenturen und Managements verstehen.
Viele Anfragen, die du bekommst, kommen nicht von der Marke selbst, sondern von einer Agentur. Die Agentur arbeitet im Auftrag der Brand und sucht Creator für deren Kampagne, möglichst gut und möglichst im Budget. Ein Management arbeitet umgekehrt für dich. Beide Seiten arbeiten täglich zusammen, verfolgen aber unterschiedliche Interessen. Den Unterschied erklären wir unter Management oder Agentur?
Schritt 6: Fake-Anfragen aussortieren.
Je sichtbarer du wirst, desto mehr Anfragen bekommst du, und ein Teil davon ist Betrug. Typisch sind Verträge als ZIP-Datei, Login-Links zu angeblichen Kampagnenportalen und Angebote, bei denen du zuerst etwas bezahlen sollst. Eine echte Brand verlangt nie Geld von dir. Die häufigsten Maschen stehen unter Fake-Kooperationsanfragen erkennen.
Warum aktive Akquise den Unterschied macht.
Unsere Erfahrung aus über 2.500 Kooperationen mit mehr als 360 Brands und Agenturen: Die Deals, die am besten zu einem Creator passen, kommen selten von allein. Sie entstehen, weil jemand die Marke im richtigen Moment mit der richtigen Idee anspricht. Das ist Handwerk, kein Glück. Es braucht Kontakte, Timing und vor allem Konsequenz.
Und genau hier liegt das Problem für die meisten Creator: Akquise kostet Zeit, die dir beim Content fehlt. Wer zwanzig Mails schreibt, nachfasst, Angebote macht und Verträge prüft, dreht in der Zeit kein Reel. Das ist der Moment, in dem sich Arbeitsteilung lohnt. Wie viel dabei pro Kooperation drin ist, zeigen unsere Daten unter Was verdienen Influencer?
Akquise ist bei uns Tagesgeschäft.
Häufige Fragen.
Wie bekomme ich meine erste Kooperation?
Mach dein Profil buchbar (klares Thema, Kontakt-Mail in der Bio, aktuelles Mediakit) und schreib dann gezielt Marken an, die du wirklich nutzt. Kleine und mittlere Brands antworten oft schneller als Konzerne. Ein konkreter Content-Vorschlag funktioniert besser als die Frage, ob man zusammenarbeiten könne.
Wie schreibe ich eine Marke für eine Kooperation an?
Kurz und konkret: wer du bist, warum genau diese Marke zu dir passt, eine Content-Idee, zwei oder drei Zahlen zu Views und Zielgruppe, der Link zum Mediakit und eine klare Frage zum Schluss. Schick die Mail an die zuständige Person, nicht an die allgemeine Info-Adresse, wenn du sie finden kannst.
Wie oft sollte ich nachfassen?
Einmal, nach etwa einer Woche, mit einem kurzen Hinweis auf deine erste Mail. Kommt dann keine Antwort, versuch es zu einem späteren Anlass erneut, zum Beispiel vor einer Saison, die zur Marke passt.
Gibt es Plattformen, auf denen Brands Creator suchen?
Ja. Instagram hat einen Creator Marketplace, der seit Mai 2024 auch in Deutschland verfügbar ist, und TikTok bietet TikTok One mit dem Creator Marketplace an. Dazu kommen unabhängige Plattformen, auf denen Brands Kampagnen ausschreiben. Ob dein Account freigeschaltet ist, siehst du in der jeweiligen App.
Brauche ich eine Agentur, um Kooperationen zu bekommen?
Nein. Agenturen arbeiten im Auftrag von Brands und fragen Creator für deren Kampagnen an. Ein Management arbeitet für dich und sucht aktiv Kooperationen. Beides kann sinnvoll sein, nötig ist keins davon für den Anfang.
Wir holen die Deals zu dir.
Erzähl uns kurz von dir. Einer von uns meldet sich persönlich bei dir.
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