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Künstlersozialkasse für Influencer.
Als Selbstständige zahlst du Kranken- und Rentenversicherung allein, und das ist teuer. Die Künstlersozialkasse übernimmt rund die Hälfte. Wir erklären, wann Creator reinkommen und worauf es beim Antrag ankommt.
Was die KSK ist.
Die Künstlersozialkasse (KSK) sorgt dafür, dass selbstständige Künstler und Publizisten so versichert sind wie Angestellte. Du zahlst nur etwa die Hälfte der Beiträge zur gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung. Die andere Hälfte kommt aus einem Bundeszuschuss und der Künstlersozialabgabe, die Unternehmen auf solche Honorare zahlen.
Für Creator mit gutem Einkommen kann das mehrere tausend Euro im Jahr ausmachen.
Kommen Influencer rein?
Grundsätzlich ja. Die KSK erfasst laut eigenem Merkblatt auch Influencer, wenn sie künstlerisch oder publizistisch arbeiten, etwa beim Erstellen von Fotos, Videos und Texten. Voraussetzungen:
- Du arbeitest selbstständig und nicht nur vorübergehend.
- Dein Gewinn aus dieser Tätigkeit liegt in der Regel über 3.900 Euro im Jahr (Ausnahmen für Berufsanfänger).
- Du beschäftigst nicht mehr als einen Angestellten über einem Minijob.
- Das eigene kreative Schaffen steht im Vordergrund.
Genau beim letzten Punkt wird es bei Creatorn spannend. Die KSK schaut sich an, was du tatsächlich machst. Wer eigene Videos konzipiert, dreht, schneidet und Texte schreibt, hat gute Chancen. Wer vor allem Produkte in die Kamera hält oder Links teilt, eher nicht. Die Entscheidungen fallen unterschiedlich aus, eine Garantie gibt es nicht.
So stellst du einen guten Antrag.
- Beschreibe deine Arbeit konkret: Konzept, Dreh, Schnitt, Texte, Fotografie, Storytelling.
- Leg Arbeitsproben bei, zum Beispiel Links zu Reels, Serien oder Formaten, die du selbst entwickelt hast.
- Füg Verträge und Rechnungen bei, aus denen hervorgeht, dass du Content erstellst und nicht nur Reichweite verkaufst.
- Zeig, dass die Tätigkeit dauerhaft angelegt ist, etwa mit Gewerbeanmeldung und regelmäßigen Aufträgen.
- Wird der Antrag abgelehnt, kannst du Widerspruch einlegen. Das lohnt sich oft.
Wichtig: Wer in der KSK ist, muss dort bleiben.
Und die Künstlersozialabgabe?
Unternehmen, die Selbstständige für künstlerische oder publizistische Leistungen bezahlen, führen die Künstlersozialabgabe ab. 2026 liegt sie bei 4,9 % der Honorare. Die Abgabe trägt die Brand zusätzlich, sie wird nicht von deinem Honorar abgezogen. Und sie fällt unabhängig davon an, ob du selbst in der KSK versichert bist.
Bevor du den Antrag stellst, sollte dein Gewerbe sauber angemeldet sein, mehr dazu unter Gewerbe anmelden als Influencer.
Stand: Oktober 2026. Dieser Artikel gibt eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine Beratung zur Sozialversicherung. Regeln ändern sich und jeder Fall ist anders. Kläre deine konkrete Situation bitte mit einer Fachperson.
Häufige Fragen.
Können Influencer in die Künstlersozialkasse?
Ja, wenn sie selbstständig, erwerbsmäßig und nicht nur vorübergehend künstlerisch oder publizistisch arbeiten. Die KSK prüft jeden Fall einzeln. Entscheidend ist, dass das eigene kreative Schaffen im Vordergrund steht.
Was spart man mit der KSK?
Die KSK übernimmt ähnlich wie ein Arbeitgeber rund die Hälfte der Beiträge zur gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung. Du zahlst also nur etwa die Hälfte dessen, was Selbstständige sonst allein tragen.
Gibt es eine Mindesteinkommensgrenze?
Ja. In der Regel musst du aus der künstlerischen oder publizistischen Tätigkeit mehr als 3.900 Euro Gewinn im Jahr erzielen. Für Berufsanfänger gibt es in den ersten drei Jahren Ausnahmen.
Was ist die Künstlersozialabgabe?
Das ist die Abgabe, die Unternehmen auf Honorare an Selbstständige für künstlerische oder publizistische Leistungen zahlen. 2026 liegt der Satz bei 4,9 %. Sie wird von den Brands getragen und nicht von deinem Honorar abgezogen.
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